Wie die „große Welle von Kamagawa“ erscheint uns von Shinkoko zurzeit der Matchamarkt. Der berühmte Holzschnitt von Hokusai zeigt ein Schiff, das sicher durch gefährliche Wellen navigiert – ein passendes Bild für das, was gerade passiert. Denn die Matcha-Welt erlebt derzeit unruhige Zeiten.
Unser Team begleitet dich sicher durch diese turbulente Phase, damit Genuss und Qualität erhalten bleiben.
Medienberichte über Knappheit und Preisexplosion
Ob im ORF oder in internationalen Zeitungen – überall ist zu lesen:
„Matcha wird knapp und teuer.“
Doch wie schlimm ist es wirklich? Wir können dir Entwarnung geben – dank der direkten Beziehung zu unseren japanischen Händlern haben wir Hintergrundwissen, das in den Medien gerne vergessen wird.
Warum Uji im Fokus steht
Die Engpässe betreffen vor allem:
- die Region Uji bei Kyoto
- Bio-Matcha
Uji ist durch die renommierte Teeschule Urasenke weltbekannt – vergleichbar mit Bordeaux beim Wein: sehr berühmt, aber nicht automatisch die beste Wahl.
Shinko spricht aus Erfahrung. Schon vor 25 Jahren, als er einen Weinhandel betrieb, setzte er lieber auf weniger bekannte, aber erstklassige Regionen. Genauso machen wir es heute bei Shinkoko.
Unser Fokus: kleine, hochwertige Anbaugebiete
Wir setzen auf kleine, oft unbekannte Anbaugebiete mit Familienbetrieben in überschaubarer Größe. Das ist für uns fast schon österreichische Tradition – wie etwa die Region Shiga, die Partnerregion des Burgenlandes.
Hier eine Insider-Info für euch: Bereits 30 % Teeblätter aus Uji reichen aus, um Matcha als „Uji Matcha“ zu kennzeichnen.
Preissteigerungen weltweit – und Panikmache in den Medien
Zurzeit ist von Preissteigerungen bis zu 200 % die Rede.
Die weltweite Nachfrage sorgt für:
- Knappheit
- Lieferengpässe
- eingeschränkte Liefermengen
Der größte japanische Grünteeproduzent Ito En hat seine Preise bereits um 100 % und mehr erhöht. Weiter unten findest du mehrere Links zu Artikeln aus japanischen Medien, die die Lage ausführlich schildern.
Shinkoko hat vorgesorgt – stabile Versorgung, moderate Preise
Dank unserer direkten Verbindungen nach Japan und langjährigen Partnerschaften mit Produzenten:
- haben wir keine Lieferengpässe
- mussten wir unsere Preise teilweise um nur ca. 10 % anpassen
- konnten wir gemeinsam mit unserem Partner Chasandai (ein Familienunternehmen in 5. Generation, 140 Jahre Erfahrung, aus der Region Shimane) neue, noch bessere Qualitäten entwickeln
Nicht vergessen: There’s more than Matcha
Matcha ist nur ein kleiner Teil des großen Universums des grünen Tees.
Wer offen bleibt, kann viele weitere, oft noch unbekannte Teeschätze entdecken – von edlem Gyokuro bis zu aromatischem Sencha und wohlig-warmem Hojicha aus kleinen Anbauregionen.
Fazit: Keine Panik – nur guter Tee
Große Medienhäuser wie „Der Standard“ und „die Zeit“ berufen sich oft auf Pressemeldungen, die nicht immer in die Tiefe gehen.
Also: auch wenn Schlagzeilen und steigende Preise beunruhigen – mit den richtigen Partnern und einem offenen Blick über den Tellerrand bleibt der Genuss gesichert.
Für dich zum Nachlesen: Berichte aus japanischen Medien zur Matcha-Knappheit
1. TBS News, 31. Juli 2025
🔗 Zum Artikel bei TBS News
Japanischer Auszug:
「寿榮の昔(30グラム)」の希望小売価格は税込み3024円から、4536円まで引き上げられるということです。
Thema: Ito En erhöht Preise für Matcha- und Grüntee-Produkte um bis zu 100 %
- Weltweiter Matcha-Boom führt zu Rohstoffknappheit
- 19 Matcha-Produkte für Teezeremonien betroffen
- Preise steigen ab 1. September um bis zu 100 %, z. B. „Juei no Mukashi“ (30 g) von 3.024 Yen auf 4.536 Yen
- Ab 1. Oktober auch 32 Grüntee-Produkte teurer
- Ursachen: steigende Energie- und Logistikkosten, Überalterung der Landwirte, Nachwuchsmangel
- Laut Ito En ist eine stabile Versorgung „allein durch unternehmerische Anstrengungen“ nicht mehr möglich
2. TBS News, 1. August 2025
🔗 Zum Artikel bei TBS News
Japanischer Auszug:
日本で生産する1割以上が海外向けになりました。
Thema: Weltweite Matcha-Knappheit verschärft sich – Preise verdoppeln sich
- Matcha begeistert internationale Touristen – beliebt u. a. in den USA, Korea
- Matcha-Exporte steigen seit fünf Jahren kontinuierlich, über 10 % der Produktion gehen ins Ausland
- In Japan führt das zu spürbarer Knappheit
- Produzenten stellen Teefelder verstärkt auf Tencha (Matcha-Rohstoff) um – oft von 30 % auf 70 %
- Problem: fehlende Trocknungsöfen für Teeblätter, weitere Produktionssteigerung schwierig
- Anbaufläche in zehn Jahren um 20 % geschrumpft

3. Bloomberg Japan, 31. Juli 2025
🔗 Zum Bloomberg-Artikel
Japanischer Auszug:
茶会用などの抹茶製品19品の価格は最大で2倍にする。価格改定は9月1日から。
Thema: Weltweite Nachfrage nach Matcha wächst weiter – Preiserhöhungen unvermeidbar
- 19 Matcha-Produkte: Preisverdopplung ab 1. September
- 32 Grüntee-Produkte: Preiserhöhung zwischen 3,3 % und 50 % ab 1. Oktober
- Gründe: steigende Inlandsnachfrage durch Touristen, Social-Media-Hype (z. B. TikTok-Videos)
- 2025: Über 4.600 Preissteigerungen im Segment „Getränke“ in Japan – 70 % mehr als im Vorjahr
